Die Einladung zum Brunch -eine Vormittagseinladung- gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Das Wort setzt sich aus den im englischen Sprachraum verwendeten Wörtern "Breakfast und Lunch" zusammen. Es ist die ideale Erfindung für alle Langschläfer, bei denen es für ein Frühstück schon zu spät und für ein Mittagessen noch zu früh ist.
Dieses gesellige Beisammensein bei einem ausgedehnten Schmaus wird vor allem bei größeren Gesellschaften immer beliebter.
Zu ungewöhnlichen Zeiten zu speisen ist dabei gar nicht so neu und unser Drei- oder Fünf-Mahlzeiten-Tag noch nicht lange die Regel. So aß das afrikanische Bemba-Volk nur einmal pro Tag, weil die Zubereitung des üblichen Essens so viel Zeit brauchte, dass es unmöglich mehrmals täglich frisch hätte gekocht werden können.Im Mittelalter und danach gab es normalerweise zwei Mahlzeiten pro Tag, beide gleich gehaltvoll. Dass schon für vormittags um zehn Uhr zu einer Hauptmahlzeit eingeladen wurde, wird erstmals aus dem Wien des 17.Jahrhunderts berichtet. Ob hier der Ursprung des modernen Brunch zu suchen ist?